Vorwort des Präsidenten

Nach der Generalversammlung im April hat sich der Vorstand neu organisiert. Christian Geissmann wurde von den anwesenden Mitgliedern zum neuen Redaktor gewählt und ich durfte mit dem Vertrauen und dem Segen der Mitglieder das Präsidium übernehmen. 

Die Fussstapfen, in die Christian und ich treten, mögen gross erscheinen. Gleichzeitig dürfen wir auf einen Vorstand zählen, der seit vielen Jahren engagiert und erfolgreich zusammenarbeitet. Das gibt Zuversicht und macht den Einstieg wesentlich einfacher. Jürg Roth als langjähriger Redaktor und Claude Montandon als Präsident haben unseren Verein über viele Jahre mit grossem Einsatz geprägt und weiterentwickelt. Für ihre ausserordentlichen Verdienste wurden beide an der Generalversammlung in Goldau Verdientermassen zu Ehrenmitgliedern gewählt. 

Mit dem neu gestalteten Vereinsjournal aus Christians Hand wurde gleichzeitig eine neue Übergangslösung eingeführt. In den Jahren 2026 und 2027 werden jeweils nur noch drei Ausgaben pro Jahr erscheinen. Einer der Gründe dafür ist, dass es zunehmend schwieriger wird, genügend Beiträge aus den Reihen unserer Mitglieder zu erhalten. Eigentlich müsste man annehmen, dass mit der fortschreitenden Spezialisierung auch mehr Forschungsergebnisse veröffentlicht würden - leider ist eher das Gegenteil der Fall. 

Mit der Reduktion auf drei Ausgaben pro Jahr können wir die Kosten für Druckvorbereitung und Versand spürbar senken. Gleichzeitig gewinnt unsere Zeitschrift weiter an Qualität. Die Umstellung auf das neue A4-Format und die hochwertigere Gestaltung gehen wesentlich auf die Vorarbeit unseres Ehrenmitglieds Jürg Roth zurück. Dafür gebührt ihm ein besonderer Dank. Das Vereinsjournal erscheint nun bereits zum zweiten Mal im neuen Format - mit mehr Inhalt, besserer Papierqualität und einem modernen Erscheinungsbild. 

An der Generalversammlung wurde eine moderate Erhöhung des Mitgliederbeitrags vorerst abgelehnt. Gleichzeitig stehen viele Vereine und Verbände aufgrund sinkender Mitgliederzahlen unter zunehmendem Kostendruck - so auch die Schweizerische Vereinigung für Postgeschichte. Die Reduktion auf drei Ausgaben pro Jahr ist deshalb ein sinnvoller Schritt, um unsere Finanzen langfristig im Gleichgewicht zu halten. In den kommenden zwei Jahren werden wir sehen, wie sich diese Massnahme bewährt. 

Dem Rückgang der Mitgliederzahlen können wir nur begrenzt entgegenwirken. Umso wichtiger ist es, unseren Verein sichtbarer zu machen und neue Einnahmequellen zu erschliessen. Dazu gehört auch der digitale Bereich. Über Werbung auf unserer Webseite möchten wir zumindest einen Teil der Betriebskosten decken. Sollte dabei ein kleiner Überschuss entstehen, werden wir diesen selbstverständlich gerne in unseren Verein investieren. Ein besonderes Anliegen sind dem Vorstand unsere Inserenten aus dem Handel. Mit ihrer Werbung tragen sie einen wesentlichen Teil der Herstellungs- und Versandkosten unseres Journals mit. Sie unterstützen damit nicht nur eine Fachzeitschrift, sondern auch eine lebendige Vereinigung und eine moderne Plattform für die Schweizer Postgeschichte. Für dieses Vertrauen und diese Unterstützung danken wir ihnen herzlich. 

In der ersten Hälfte des Jahres 2026 fand in Boston [USA] eine internationale Ausstellung statt. Von den 13 Ausstellern waren fünf Mitglieder der SVPg. Ihnen danke ich herzlich für ihre Teilnahme und gratuliere zu den erreichten Medaillenrängen. Es freut mich, immer wieder zu sehen, wie engagiert unsere Mitglieder die Schweizer Postgeschichte auf internationaler Ebene vertreten. Auch die zweite Jahreshälfte verspricht ein abwechslungsreiches Vereinsprogramm. Im September sind wir mit einem Stand an der GABRA VI des Ganzsachenvereins in Burgdorf vertreten. Wie immer freuen wir uns über freiwillige Helferinnen und Helfer für den Standdienst. Wer Zeit und Interesse hat, meldet sich bitte bei Joos Dünki. Anfang Oktober folgt in Goldau unser Seminar mit Workshop. Geplant sind zwei Vorträge zu postgeschichtlichen Themen sowie ein anschliessender Workshop. Weitere Informationen finden Sie in der beiliegenden Anmeldung.

Ende Oktober sind wir an der Veranstaltung Postgeschichte Live in Ulm (Deutschland) mit einem Stand vertreten. Auch dort freuen wir uns über jede Unterstützung beim Standdienst. Interessierte melden sich ebenfalls bei Joos Dünki. 

Anfang November findet die Delegiertenversammlung des Verbandes statt, an der unser Verein durch Vorstandsmitglieder vertreten sein wird. Den Abschluss unseres Vereinsjahres bildet Ende November der Tag der Briefmarke in Brig. Auch dort wird die SVPg mit einem Stand präsent sein. Martin und Marlene Kuonen haben sich bereit erklärt, die Betreuung zu übernehmen. Dafür danke ich den beiden bereits heute ganz herzlich. 

Ich freue mich darauf, viele unserer Mitglieder an diesen Veranstaltungen persönlich zu treffen. Der Austausch unter Gleichgesinnten ist und bleibt eine der grössten Stärken unseres Vereins.